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Inhaltsstoffe:

Tierische Inhaltsstoffe:


Digest

Flüssigkeit, die aus tierischen Geweben durch Hydrolyse hergestellt wird und die Akzeptanz des Futters erhöht

Eier/Eierzeugnisse
Falls nicht näher definiert sind hiermit alle Eierzeugnisse und Nebenerzeugnisse (frisch oder durch ein geeignetes Verfahren haltbar gemacht) gemeint. In der Tiernahrung werden meistens Produkte verwendet, die für die Lebensmittelherstellung nicht geeignet sind.

Fleisch – z.B. Chicken (Frischfleisch), Chickenmeal (getrocknetes Fleisch)
Eine genaue Definition gibt es nur in den USA von der AAFCO. In Europa fällt Fleisch unter den Begriff „Fleisch und tierische Nebenerzeugnisse”. Laut der AAFCO kann Fleisch Muskelfleisch, Herz, Zunge oder Zwerchfell sein und darf die dazugehörigen Teile Fett, Haut, Sehnen, Nerven und Blutadern enthalten. Ein weiteres Qualitätszeichen aus den USA ist die Bezeichnung „human grade” für Lebensmittelqualität.

Fisch und Fischnebenerzeugnisse
Fische oder Fischteile, frisch oder durch ein geeignetes Verfahren haltbar gemacht, sowie die Nebenerzeugnisse aus der Verarbeitung.

Geflügelmehl
Enthält größtenteils gemahlene Fleischnebenerzeugnisse vom Huhn.

Grieben

Ein Nebenprodukt der Talg- und Fettgewinnung aus tierischen Produkten

Tierische Fette
wenn nicht genauer bezeichnet, meistens Abfall. Eine Studie ergab eine erhöhte Krebsgefahr sowie die Zunahme von Tumoren und Herzproblemen. Desweiteren werden oft Abfallprodukte wie altes Fritierfett, als "wertvolles Fett" verarbeitet. Der Dioxinskandal in Belgien wurde durch eben solches, verunreinigtes Fett, das dem Futter zugefügt wurde, ausgelöst. Die meisten "Tierkörperbeseitiger" in Holland, Belgien und Deutschland haben als zweiten Gewerbezweig die Fettherstellung. Untersuchungen in der Schweiz kamen zu dem Ergebnis, dass die Hälfte der "Futterfette" mit Mineralöl verseucht sind. (Hochwertige Fette und Öle werden in der Regel genau angegeben).

Tierische Nebenerzeugnisse - „Animal By-Products
Allgemein bekannt als minderwertige Schlachtabfälle wie z.B. Haut, Schwarte, Hufe, Federn, Hörner, Wolle, Lunge, Gebärmutter, Hoden und alle anderen, minderwertiges Eiweiß enthaltenden bindegewebsreiche Abfälle.
Laut der Futtermittelverordnung sind tierische Nebenerzeugnisse: Alle Fleischteile geschlachteter warmblütiger Landtiere, frisch oder durch ein geeignetes Verfahren haltbar gemacht, sowie alle Erzeugnisse und Nebenerzeugnisse aus der Verarbeitung von Tierkörpern.
Zusammengefasst bedeutet dies, dass im Futter alle Bestandteile vom Schachttier mit Ausnahme des Risikomaterials (Hirn und Rückenmark) verwendet werden könnten.
Jedoch sind nicht alle „Nebenerzeugnisse” schlecht, zu diesen gehören auch Innereien, die im richtigen Verhältnis in der Tiernahrung erwünscht sind. Firmen die hochwertiges Futter herstellen werden immer genau aufführen welche „Nebenerzeugnisse” in ihrem Futter enthalten sind.
Zu den „wertvollen” tierischen Nebenerzeugnissen gehören z.B.
vom Rind: Herz, Leber, Lunge, Pansen, Nieren, Euter
von Geflügel und Pute: Herz, Leber, Magen, Fleischabschnitte
vom Lamm: Herz, Leber, Lunge, Pansen

Pflanzliche Inhaltsstoffe

Algen, Früchte, Gemüse

Im Futter dürfen alle Arten von Algen, Früchten und Gemüse verwendet werden, die frisch oder durch ein geeignetes Verfahren haltbar gemacht worden sind. Sie werden im Futter als natürliche Quelle für Vitamine und Mineralstoffe verwendet.

Hefen
Laut Futtermittelverordnung dürfen alle Hefen verwendet werden, deren Zellen abgetötet oder getrocknet worden sind. Hefen sind wertvolle Bestandteile, da sie sehr nährstoffreich sind und Vitamin B enthalten. Im Tierfutter wird meist Hefeabfall aus der Herstellung von Bier verarbeitet.

Maisgluten

Nebenerzeugnis der Maisstärkegewinnung. Verhindert dass für den Körper unverwertbare Stoffe und Giftstoffe auf natürliche Art ausgeschieden werden können (verhindert Durchfall) und führt damit zu einer Überfunktion der Nieren und Leber, da diese Stoffe ständig abgebaut werden müssen. Mais ist der Hauptauslöser unterschiedlicher Allergien.

Sojamehl
Sojamehl enthält viel Protein. Da die Verwertbarkeit des Proteins jedoch wesentlich geringer als die des tierischen Proteins ist, und einige Tiere auf Sojamehl allergisch reagieren (Durchfall, Blähungen) sollte es im guten Futter nicht enthalten sein.

Zellulose

Zellulose sind Rohfasern die im richtigen Verhältnis eine gute Verdauung fördern. Ein zu hoher Gehalt an Rohfasern (z.B. als Füllstoff in Trockenfutter) vermindert jedoch die Verwertung anderer lebenswichtiger Stoffe.

Zusatzstoffe

Zusatzstoffe
Sind z.B. Vitamine und Mineralstoffe die dem Futter zugefügt werden (die in den Zutaten enthaltenen Vitamine und Mineralstoffe werden auf den Etiketten nicht aufgeführt).
Zu den lebensnotwendigen Zusatzstoffen zählen u.a.
Calcium Phosphat, Cholin, Eisen, Folsäure, Kalium, Kalzium, Magnesium , Natriumchlorid, Niacin (B3), Sodium Ascorbate, Taurin, Vitamin A, Vitamin B2, Vitamin B5, Vitamin B6, Vitamin B12, Vitamin C, Vitamin D, Vitamin E , Vitamin H (Biotin), Vitamin K, Zink.

EWG–Zusatzstoffe / EG–Zusatzstoff / EU–Zusatzstoff
Kennzeichnungspflichtige Zusatzstoffe wie z.B.Farbstoffe, zum Färben und Ausgleichen verarbeitungsbedingter Farbverluste; Konservierungsstoff, zum Verlängern der Haltbarkeit;
Antioxidationsmittel, zum Verhindern des ranzig werden von Fetten und die Zerstörung luftempflindlicher Vitamine und Aromastoffe; Emulgatoren, zum verbinden ursprünglich nicht mischbarer Stoffe; Gelier- und Verdickungsmittel; Stabilisationen, zum verstärken der Wirkung der genannten Stoffe; modifizierte Stärken, zum verdicken oder stabilisieren; sonstige Zusatzstoffe.

Konservierungsstoffe
Konservierungsstoffe verlängern die Haltbarkeit von Lebensmittel, indem die den durch Bakterien, Hefe- und Schimmelpilze verursachten Verderb verzögern. Künstliche Konservierungsstoffe im Futter sind z.B. Sorbinsäure (E 200) und Kaliumsorbat (E 202). Zu den natürlichen Konservierungsstoffen zählen Vitamin C und Vitamin E.

Sorbinsäure (E 200)
Sorbinsäure ist in den Früchten der Eberesche enthalten und hemmt das Wachstum von Schimmelpilzen, Fäulnisbakterien und Hefen in einwandfreien Lebensmitteln (unwirksam bei bereits verdorbenen Lebensmitteln). Sie ist fett- und wasserlöslich und beeinflusst in den für die Konservierung notwendigen Mengen nicht den Geschmack der Lebensmittel. Sie kann daher vielseitig eingesetzt werden. Sorbinsäure gilt als unbedenklich. Der Stoff wird über den Fettsäurestoffwechsel vollständig abgebaut.

Kaliumsorbat (E 202)
Kaliumsorbat ist das Kaliumsalz der Sorbinsäure (E 200).
Wie Sorbinsäure ist Kalumsorbat gesundheitlich unbedenklich. Sein allergenes Potenzial wird als gering eingestuft.

„Ohne Konservierungsstoffe”

Da der Gesetzgeber zwischen Antioxidantien und Konservierungsstoffen unterscheidet. Können Futterhersteller auf ihren Verpackungen mit dem Aufdruck „ohne Konservierungsstoffe”werben und dennoch schädliche Antioxidantien in ihren Produkten verwenden. Der Aufdruck „EWG–Zusatzstoffe, EG–Zusatzstoff oder EU–Zusatzstoff ist jedoch Pflicht.

Antioxidantien
Antioxidantien sind Wirkstoffe, die einer Nahrung zugesetzt werden müssen, um das ranzig werden von Fetten zu verhindern. Sie werden in natürliche und synthetische Antioxidantien unterschieden.
Zu den Natürliche Antioxidantien zählen Tocopherole (Vitamin E Komplex) und Vitamin C sowie verschiedene Kräuter und Öle wie Salbei und Rosmarin. Hersteller, die ihre Futtersorten auf diese Weise konservieren, schreiben das auch auf ihre Packungen.
Zu den künstlichen gehören u.a.
(Butylhydroxyanisol) BHA (E 320), Butylhydroxytoluol (E 321) und Propylgallat (E 310)
Alle drei Antioxidantien sind fettlösliche, in größeren Mengen gesundheitsschädliche Substanzen. Sie sammeln sich im Fettgewebe und Leber, mit dem Resultat, dass sie früher oder später gesundheitlich Probleme verursachen (Allergien, Missbildungen, Nerven- und Leberschäden; in Tierversuchen mit Nagern erwiesen sich diese Substanzen als krebserregend.

Zucker /Karamel
ist in Katzenfutter überflüssig, es dient lediglich zur Geschmacksverbesserung und um die Konsistenz weicher zu machen. Industriezucker kann, zusätzlich zu Karies, auch Probleme an der Bauchspeicheldrüse sowie den Analdrüsen verursachen.